Wasserfiltration in Eissportanlagen –
Rückkühlung und Wärmetauscher schützen mit aquaBoll®
Eiskalt durchdacht:
Intelligente Wasserfiltration für beste Eisqualität: aquaBoll®
Was für Besucher nach glatter Perfektion aussieht, ist das Ergebnis fein abgestimmter Technik. In modernen Eissportanlagen arbeiten Kältetechnik, Rückkühlung, Wasserführung und Wärmenutzung im Zusammenspiel – hoch effizient und hoch sensibel. Dabei ist klar: Ohne verlässliche Wasserqualität sind diese Prozesse kaum störungsfrei zu betreiben.
Eisqualität ist Systemleistung
In der Schweiz sind laut der Sportanlagenstatistik des BASPO (2023) rund 200 Kunsteisbahnen in Betrieb. Damit das Eis bei hoher Beanspruchung konstant bleibt, muss es regelmässig überarbeitet werden. Die Eismaschine trägt den Eisschnee ab, glättet die Fläche und bereitet sie neu auf. Der dabei entstehende Schneeabrieb wird gesammelt und in die sogenannte Schneegrube transportiert – ein zentrales Element im Rückkühlprozess.
Beispielhafte Lösung: Ammoniak-Kälteanlage mit Schneegrube
Besonders in Anlagen ohne externen Wärmeverbraucher (z. B. Hallenbad) spielt die interne Rückkühlung eine entscheidende Rolle. Zum Einsatz kommt dabei meist ein Ammoniak-Kältekreislauf, der auf industriellen Standards basiert:
1. Verdampfung unter der Eisfläche
Ammoniak (R717) zirkuliert durch ein Rohrregister unter dem Eis. Dort entzieht es dem System thermische Energie – überwiegend durch Betriebs- und Umgebungseinflüsse. Die Betriebstemperaturen liegen meist zwischen −6 und −12 °C, wodurch das Ammoniak verdampft (Siedepunkt bei Normaldruck: −33,3 °C).
2. Abscheider
Das halbgasförmige Kältemittel strömt in einen Abscheidebehälter, in dem Flüssig- und Gasanteile getrennt werden. Der obere, gasförmige Anteil gelangt weiter zur Verdichtung.
3. Verdichter
Das Ammoniakgas wird verdichtet – dabei steigt die Temperatur auf bis zu 100 °C.
4. Wärmerückgewinnung in drei Stufen
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Zunächst erfolgt die Warmwasserbereitung, z. B. für Duschen, bei ca. 60 °C
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Danach wird die Wärme für Raum- oder Büroheizung genutzt
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Die verbleibende Restwärme gelangt in eine Unterbodenheizung unter dem Eisfeld, die Permafrost im Erdreich verhindert

5. Rückkühlung über die Schneegrube
Ist nach der Wärmenutzung immer noch thermische Energie im System, wird diese über die Schneegrube abgeführt. Diese ist dauerhaft mit:
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Eisschnee-Abrieb
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Regen- und Schmelzwasser
gefüllt. Um die Rekondensation des Ammoniaks sicherzustellen, muss der Wasserstand konstant gehalten werden. Fehlt Wasser oder Eisschnee, wird die Grube mit Frischwasser oder zusätzlichem Schnee aufgefüllt. Optional übernimmt ein Kühlturm die ergänzende Rückkühlung über Luftkontakt.
6. Kondensation und Rückführung
Das gekühlte Ammoniak kondensiert und wird wieder dem Abscheider zugeführt – der Zyklus beginnt von Neuem.
Filtration als Schlüssel zur Prozesssicherheit
Der gesamte Rückkühlprozess ist auf eine zuverlässige Wasserqualität angewiesen – insbesondere dann, wenn die Anlage mit Schneegrube, Rücklaufleitungen und Wärmetauschern arbeitet. Je nach Wetter, Nutzung und Aufbereitung gelangen Fasern, Sedimente und Schwebstoffe in das zirkulierende Wasser – eine Belastung für Wärmetauscher, Pumpen und Ventile.
Hier setzt der aquaBoll® an: ein selbstreinigender, automatischer Filter, der speziell für grosse Wassermengen mit variabler Qualität entwickelt wurde. Er filtert kontinuierlich:
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Partikel aus Eisschnee-Abrieb
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Schmutz aus Regen- und Schmelzwasser
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organische Fasern oder Ablagerungen, die durch mechanische Eisaufbereitung entstehen

Besonders sensibel sind Plattenwärmetauscher, die auf feine Wassergüte angewiesen sind. Schon geringe Verunreinigungen können den Wirkungsgrad massiv beeinträchtigen. Der aquaBoll® schützt diese Komponenten zuverlässig und trägt dazu bei, Wärmeübergabe und Rückkühlleistung konstant zu halten.
Das Filterelement reinigt sich vollautomatisch durch Rückspülung – je nach Belastung gesteuert über Differenzdruck oder zyklisch. Der Wartungsaufwand ist gering, die Betriebssicherheit hoch. Regelmässige Services sichern die langfristige Verfügbarkeit im 24/7-Betrieb.
Mit seiner robusten Bauweise und durchdachten Rückspültechnik ist der aquaBoll® ein zentrales Glied im System – insbesondere in Eissportanlagen mit hoher Nutzungsintensität.
Fazit: Beste Eisqualität beginnt im System
Ob beim Publikumslauf, beim Training oder im Spielbetrieb: Die Qualität der Eisfläche entscheidet über Sicherheit, Präzision und Spielfluss. Doch diese Qualität entsteht nicht allein an der Oberfläche. Sie wird ermöglicht durch die Prozesse im Hintergrund – durch die Abstimmung von Kühlung, Wärmerückgewinnung, Rückkühlung und Wasserfiltration.
Der aquaBoll® leistet hier einen entscheidenden Beitrag: als intelligente Schnittstelle zwischen Technik und Wasserqualität, als Schutz für Wärmetauscher – und als Garant für stabile Eisbedingungen.
Mehr zur nachhaltigen Eishallenplanung im IIHF-Leitfaden (PDF)